LISS - Seat Sequencer

Der Seat Sequencer ist ein kompaktes, dreifach redundant ausgelegtes System zur Steuerung der Ausstiegssequenz eines Schleudersitzes. Er wurde im Auftrag der Firma Martin-Baker Aircraft speziell für den MK16A-Schleudersitz des Eurofighters entwickelt.

Erst mit dem Betätigen des Ausschussmechanismus durch den Piloten wird der Sequencer mit Hilfe thermischer Batterien aktiviert. Beim Verlassen des Cockpits beginnt die Aufzeichnung der aktuellen Geschwindigkeit durch Beschleunigungsmesser und Pitotsensoren, sowie der barometrischen Höhe mit Absolut-Drucksensoren. Abhängig von diesen Größen wird eine zeitlich variable Ausstiegssequenz eingeleitet, welche zunächst einen Hilfsfallschirm und anschließend den Hauptfallschirm auslöst. Schließlich wird der Pilot vom Sitz getrennt.

Die Daten der insgesamt 12 Sensoren, die in drei unabhängigen CPUs verarbeitet und über ein komplexes Software- und Hardware 2-aus-3-Voting bewertet werden, führen zu einer Serie von Strompulsen, die die im Sitz befindlichen pyrotechnischen Zünder aktivieren. Über diese löst ein Druckluftsystem die verschiedenen Aktoren im Sitz aus. Die Ausschussdaten werden in E2PROMs gespeichert, sodass sie nachträglich analysiert werden können.


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